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HOCICO

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Die dunkle Seite der Menschheit

Als Erc Acrag (Texte, Gesang) und Racso Agroyam (Programmierung) nach ersten musikalischen Gehversuchen 1993 Hocico gründeten, war nicht abzusehen wie erfolgreich die beiden Mexikaner einmal werden würden. „An Verkaufszahlen oder ähnliches haben wir nie gedacht. An erster Stelle hatten wir das Bedürfnis zu sagen und zu tun wozu wir Lust hatten. Wir wollten die Regeln der Gesellschaft brechen. Die Restriktionen, welche uns von anderen auferlegt werden, sind eine große Inspirationsquelle für uns.

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nur die Art und Weise, wie wir uns ausdrücken ist teilweise anders geworden“, erklärt Erk. Nachdem das Debüt „Odio Bajo El Alma“ sehr rohe, ungezügelte Electronic-Body-Music bot, hielten bei den nächsten beiden Veröffentlichungen klarere Strukturen einzug. Auf „Cursed Land“ und „Sangre Hirviente“ wurden die Aggressionen kanalisiert und die nach wie vor hämmernden Beats mit eingängigen Melodien und Refrains unterlegt. Ein Konzept, dass immer mehr Fans begeistern konnte, obwohl sich an den Songinhalten nichts geändert hatte. Sex, Lügen, Tod, Missbrauch und Religion bestimmen die Texte. „Hocio ist unser Weg, Gefühle ehrlich und schonungslos aufzuarbeiten. Dieser Funke soll auch auf unsere Hörer überspringen. Sie sollen ihre eigene dunkle Seite erkennen und sich damit auseinandersetzen“, erläutert das Duo.

Das viele Anhänger elektronischer Klänge dieser Aufforderung gerne nachkommen, stellte sich mit „Aqui Y Ahora En El Silencio“ und „Signos De Abberacion“ heraus. Mit diesen beiden Scheiben gelang der endgültige Durchbruch. Songs wie „Poltergeist“, „Forgotten Tears“ oder „Untold Blasphemies“ waren und sind absolute Club-Hits, die weltweit für volle Tanzflächen sorgen. Die Konzerte der beiden Mexikaner waren ein Triumphzug. Egal ob bei den großen Festivals oder in kleineren Clubs, durch ihre aggressive Live-Show begeisterte man die Konzertbesucher von der ersten bis zur letzten Sekunde. Welche andere elektronische Band kann das schon von sich behaupten.

Kein Wunder, dass man sich 2003 zum 10-Jährigen bestehen nicht nur auf Geburtstagstour begab, sondern seine Fans mit etwas ganz besonderem beschenkte. Mit „Hate Never Dies“ als 4er-CD-Box machte man nicht nur die ersten Demotapes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich, sondern ließ einige Stücke von Künstlern wie Suicide Commando, Aslan Faction, Solitary Experiments oder God Module remixen. Wo bei anderen Bands der Karrierehöhepunkt erreicht wäre, starten Hocico jetzt erst richtig durch. Wir dürfen uns auf die nächsten 10 Jahre der Ausnahmeband freuen.

Line-Up:
Erc Aicrag (Texte, Gesang)
Racso Agroyam (Programmierung)

Bandlink: http://www.hocico.com

Label: Out of Line